Eine Neobank ist ein Kontoanbieter, der ausschließlich über App und Web arbeitet – ohne Filialen und meist ohne eigenes Geldautomatennetz. Kontoeröffnung per Video- oder Foto-Ident in Minuten, Debitkarte per Post, Echtzeit-Benachrichtigungen, Unterkonten und Budget-Funktionen gehören zum Standard. Anders als klassische Direktbanken sind viele Neobanken erst in den letzten Jahren entstanden und stammen häufig aus dem Ausland.
Typische Merkmale
- Tarifmodelle: ein kostenloser Basistarif und ein oder mehrere Bezahltarife (Plus, Premium, Metal …) mit mehr kostenlosen Abhebungen, ohne Fremdwährungsgebühr oder mit Versicherungen. Wir bewerten jeden Tarif einzeln.
- Karte: fast immer eine Mastercard Debit oder Visa Debit, selten eine girocard.
- Lizenz: Vollbank, E-Geld-Institut oder Partnerbank – entscheidend für die Einlagensicherung.
- IBAN: je nach Sitz der lizenzierten Gesellschaft eine deutsche oder eine ausländische IBAN (zum Beispiel LT, IE, FR). Mit ausländischer IBAN kann es vereinzelt zu IBAN-Diskriminierung kommen.
Neobank als Haupt- oder Zweitkonto?
Als Zweitkonto für Reisen und Online-Käufe sind Neobanken beliebt: schnelle Eröffnung, gute Auslandskonditionen, moderne App. Als Hauptkonto solltest du zusätzlich prüfen, ob Lastschriften und Gehaltszahlungen mit der IBAN problemlos laufen, ob Bareinzahlungen möglich sind und ob es einen Dispo gibt. Unser Girokonto-Vergleich zeigt Neobanken und klassische Banken nach denselben Regeln nebeneinander.